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Stallspezifische Impfstoffe

Was sind stallspezifische Impfstoffe?

Eine autogene Vakzine, ein stallspezifischer Impfstoff ist ein Impfstoff, welcher aus den Keimen gewonnen wird, die als krankheitsauslösende Keime bei einem Individuum oder einer Gruppe von Individuen gefunden wurden.

Der Impfstoff wird dann ausschließlichbei dem Individuum oder der Gruppe von Individuen zum Einsatz gebracht, von dem die Erreger stammen.

Diese hohe Spezifität ist einer der Gründe der oftmals sehr hohen Wirksamkeit der stallspezifischen Impfstoffe.

Im Humanbereich werden autogene (autologe) Impfstoffe bereits seit über 100 Jahren eingesetzt.

Bereits 1903 beschrieb der Bakteriologe A. E. Wright den Einsatz eines autogenen Impfstoffes bei Furunkeln.

In der Veterinärmedizin gewinnen autogene (stallspezifische) Impfstoffe in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung.

Im Rahmen der Diskussion um die zunehmende Resistenzentwicklúng von Keimen gegen Antibiotika wird der Einsatz solcher chemotherapeutischen Produkte mehr und mehr eingeschränkt.

Stallspezifische Impfstoffe decken die entstehenden Therapielücken und stellen kosteneffektive und  verbraucherfreundliche Alternativen bei der Verhinderung von Erkrankungen unserer Nutztiere dar.

Besonders in den folgenden Fällen ist der Einsatz von stallspezifischen Impfstoffen angezeigt:

 

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Wie werden stallspezifische Impfstoffe produziert?

Die meisten stallspezifischen Impfstoffe werden hergestellt aus bakteriellen oder viralen Erregern einer Farm oder einer Integration. Solche Erreger können aus dem Sektionsmaterial verstorbenerTiere stammen, aus kulturellen Anzüchtungen die der behandelnde Tierarzt aus Abstrichen oder mittels anderer Methoden gewonnen hat, oder auch direkt aus dem Untersuchungslabor stammen, welches mit der Untersuchung der erkrankten Tiere beauftragt ist.

Die ausgewählten Impfstoff-Kandidaten werden im Labor angezüchtet und vermehrt. Ist eine ausreichend große Menge des Erregers produziert worden, wird die Erntemasse inaktiviert. Denn Sicherheit wird groß geschrieben bei der Produktion von stallspezifischen Impfstoffen. Damit keine krankmachenden Erreger wieder zurück ins Tier gelangen können, ist gesetzlich vorgeschrieben, dass stallspezifische Impfstoffe ausschließlich als Totimpfstoff verabreicht werden dürfen. Das bedeutet, dass Stallspezifische Impfstoffe alle mit der Nadel verimpft werden.

Einen wichtigen Aspekt bei der Entwicklung einer belastbaren Immunität im Zieltier gegen den jeweiligen Erreger stellt die Wahl des richtigen Adjuvants dar. Adjuvantien, also immunverstärkende Zusätze im Impfstoff, können Aluminium Hydroxid sein (ein sehr mildes Adjuvans, welches gut vertragen wird und kaum Impfreaktionen hervorruft), aber auch Öle verschiedener Provenienz. Im Fall des Einsatzes eines öligen Adjuvans wird eine feine Wasser-in-Öl-Suspension hergestellt, bei der die im Wasser gelösten Antigen-Tröpfchen (also die Bakterienbruchstücke) umhüllt werden von einer dünnen Ölschicht. Solche Impfstoffe induzieren eine bessere Immunantwort und somit einen höheren Schutz, werden aber nicht von allen Tieren reaktionslos vertragen.

In jedem Fall ist die zweimalige Impfung angeraten, mit einem zeitlichen Abstand von mindestens 3 Wochen, um einen belastbaren Schutz der Tiere zu erhalten.

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Wie bestelle ich stallspezifische Impfstoffe?

Stallspezifische Impfstoffe sind maßgeschneidert für einzelne Bestände. Sie können nur von einem Tierarzt bestellt werden und werden nur nach Bestellung produziert.

AVX folgt genauen Schritten um einen Impfstoff eines bestimmten, identifizierten Organismus herzustellen. Die allgemeinen Schritte sind folgende:

AVX behält die Kontrolle über die Isolate unter den notwendigen Lagerbedingungen bis zum Verfallsdatum.